Schweiz · Digitale Vertrauensinfrastruktur

Das digitale Vertrauens-Ökosystem der Schweiz. Die Grundlage ist bereit.

swiyu schafft die rechtliche und technische Grundlage für verifizierbare digitale Nachweise — von der staatlichen E-ID bis zu privatwirtschaftlichen Anwendungsfällen. Eine gemeinsame Infrastruktur für Effizienz, digitale Souveränität und vertrauenswürdige Datenflüsse.

Infrastruktur durch den Bund · AN3 orchestriert durch DIDAS.SWISS · Verankert im Schweizer Recht

So funktioniert es

Einmal ausgestellt. Überall prüfbar. Keine zentrale Datenbank.

Ein verifizierbarer Nachweis ist ein manipulationssicherer digitaler Beleg — kontrolliert von der Inhaberin, sofort prüfbar durch jeden Verifizierer, ohne zentrale Stelle. swiyu macht dies im nationalen Massstab möglich, verankert im Schweizer Recht auf SD-JWT VC (IETF) mit OpenID4VCI und OpenID4VP.

Schritt 1 · Ausstellerin

Organisation stellt Nachweis aus

Eine Bank, ein Arbeitgeber, eine Hochschule oder eine Behörde signiert und stellt einen Nachweis direkt in das Wallet der Inhaberin aus.

Schritt 2 · Inhaberin

Inhaberin speichert und kontrolliert

Der Nachweis liegt im Wallet der Inhaberin. Sie entscheidet, was sie teilt, mit wem und wann — volle Selbstbestimmung und selektive Offenlegung.

Schritt 3 · Verifizierer

Verifizierer prüft kryptografisch

Jeder Verifizierer bestätigt die Echtheit sofort — ohne die Ausstellerin zu kontaktieren, ohne zentrale Abfrage, ohne Datenspeicherung.

Digitales Vertrauensdiamant – Ausstellerin, Inhaberin, Verifizierer, Governance-Behörde

swiyu-Ambitionsniveaus

Drei Niveaus — ein Ökosystem.

swiyu ist in drei Ambitionsniveaus gegliedert. Niveau 1 und 2 sind staatlich geführt. Niveau 3 — der eigentliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Netzwerkeffekt — erfordert die aktive Beteiligung von Privatwirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft.

swiyu Ambitionsstufen AN1 AN2 AN3

Privacy by Design

Datenschutz durch Architektur — bei Ausstellern, Wallets und Verifizierern.

Privacy by Design – swiyu-Technologiearchitektur

Die Grafik zeigt das Ökosystem aus der Perspektive von Aussteller und Verifizierer: wie Credentials technisch fließen, wie selektive Offenlegung kryptografisch funktioniert und wie die Governance-Schicht Vertrauen schafft, ohne dass der Staat einzelne Transaktionen sieht oder vermittelt.

swiyu Sektor-Ökosysteme – Vertrauensinfrastruktur verbindet eGov, Fin-Dienste, Mobilität, Telco, Bildung, Gesundheit

Dasselbe Prinzip gilt gleichermassen auf der Inhaberseite. Nachweise liegen ausschließlich im Wallet der Inhaberin — kein zentrales Register, kein übergreifendes Tracking. Für AN3-Credentials werden Drittanbieter-Wallets unterstützt: Organisationen und Entwickler können eigene Wallet-Lösungen aufbauen oder integrieren, um private Credentials zu halten und vorzuzeigen.

Langfristig könnten Drittanbieter-Wallets auch zur Aufbewahrung der e-ID selbst genutzt werden — dies bedingt jedoch eine formelle Wallet-Zertifizierung, die aktuell noch nicht auf der Roadmap steht.

Mehr erfahren auf eid.admin.ch →

Roadmap

2026–2029: Von der Einführung zum vollständigen Ökosystem

Die Meilensteine für 2028–2029 sind nur erreichbar, wenn ein breites Angebot an öffentlichen und privaten Diensten im Ökosystem verfügbar wird. Diese Arbeit beginnt jetzt.

2026

Start & Aktivierung

  • Sektor-Infocalls & Roundtables
  • Sektorübergreifende Wertexploration
  • Public-Private-MoU-Verpflichtungen
  • Erste AN3-Integrationen in Umsetzung
  • 1. Dez. 2026: E-ID-Gesetz in Kraft, swiyu-Rollout beginnt
2027

Skalierung

  • Weitere verifizierbare Nachweise über die E-ID hinaus
  • Open-Source-Wallet verfügbar
  • Ziel: 1 Mio. ausgestellte Nachweise
  • Live AN3-Dienste in Handel, Banking, Versicherung, Bildung, Sport
2028

Alltäglicher Mehrwert

  • Ziel: 3 Mio. E-ID-Nutzer
  • Tägliche Anwendungsfälle in Produktion
  • B2B grenzübergreifend
  • Umfangreiches Angebot an öffentlichen & privaten Diensten
2029+

Vollständiges Ökosystem

  • Drittanbieter-Wallet-Zertifizierung
  • Internationale E-ID-Akzeptanz
  • Organisationsidentität & Delegation im Massstab
  • Internationale B2B-Interoperabilität

Das Ökosystem wird von jenen aufgebaut, die jetzt mitmachen.

Frühe Teilnehmende definieren Governance-Artefakte, Credential-Schemas und Marktstruktur. Nachzügler erben sie.

Über DIDAS

Digital Identity and Data Sovereignty Association

DIDAS ist der Schweizer Non-Profit-Verband für digitale Identität und Datensouveränität. Seit über fünf Jahren begleiten wir das E-ID-Programm — national und international. Heute zählen wir 70+ Mitglieder aus allen Schlüsselbranchen.

Als AN3-Orchestrator schaffen wir den neutralen Raum, in dem Expertinnen, Entscheidungsträger und Praktikerinnen gemeinsam das Ökosystem für verifizierbare Nachweise in der Schweiz gestalten.

Wer wir sind →

70+
Mitgliedsorganisationen
5+
Jahre E-ID-Expertise
AN3
Orchestrator

DIDAS Launchpad

Koordinierte AN3-Aktivierung — Sektor-Roundtables, sektorübergreifende Anwendungsfälle und MoU-Verpflichtungen.

Ökosystem-Anwendungsfälle

Konkrete Anwendungsfälle in Handel, Banking, Versicherung, Bildung, eGov und mehr.

Trust-Flow-Diagramme

Schrittweise Nachweisflüsse für spezifische Sektoren und Anwendungsfälle.

Schema-Register

Veröffentlichte Verifiable-Credential-Typen — die Beta-ID und darüber hinaus.